Rettungssanitäter verletzt bei Einsatz durch betrunkenen Fahrer
- von Rado
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Am Donnerstagabend ereignete sich ein ungewöhnlicher Vorfall im Bremer Stadtteil Walle, der vor allem die Einsatzkräfte der Rettungsdienste und der Polizei beschäftigte. Ein Rettungssanitäter wurde bei einem Einsatz in der Straße Osterfeuerberger Ring aus einem Auto geschleudert und dabei verletzt. Der Vorfall begann, als die Rettungswagenbesatzung zu einem bewusstlosen Mann im Auto gerufen wurde. Was als routinemäßiger Einsatz hätte beginnen sollen, endete in einer dramatischen Sequenz von Ereignissen. Als der Sanitäter den 43-jährigen Fahrer begutachten wollte, erwachte dieser abrupt und gab unvermittelt Gas. Dadurch wurde der 48-jährige Sanitäter aus dem Auto geschleudert, was die Situation noch brisanter machte. Dennoch war dies nicht das Ende der Gefährdungslage, da der Fahrer den Wagen erneut beschleunigte und den Helfer nochmals traf. Trotz der versuchten Flucht wurde der Fahrer letztendlich durch die beiden mutigen Sanitäter festgehalten und später von den Einsatzkräften der Polizei in Gewahrsam genommen. Der verletzte Sanitäter musste im Krankenhaus behandelt werden, konnte jedoch nach der ambulanten Versorgung entlassen werden.
Hintergründe der riskanten Aktion
Der 43-jährige Fahrer war offenbar in einem Zustand, der durch den Konsum illegaler Substanzen wie Kokain und Heroin beeinflusst war. Dies könnte die Ursache dafür gewesen sein, dass er ursprünglich im Auto eingeschlafen war. Weiterhin stellte sich heraus, dass das Auto als gestohlen gemeldet war und der Mann keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Diese Umstände erschwerten die Lage für die Polizei, die nun diverse Strafanzeigen bearbeiten muss. Zu den Vorwürfen zählen unter anderem gefährliche Körperverletzung, Gefährdung des Straßenverkehrs und das Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis. Die polizeilichen Ermittlungen sind derzeit noch im Gange, und es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen der Vorfall für den Fahrer nach sich ziehen wird. Der Fall offenbart einmal mehr die Herausforderungen, denen sich Einsatzkräfte bei ihrer täglichen Arbeit stellen müssen, insbesondere wenn sich vermeintlich einfache Situationen unverhofft in gefährliche Lagen verwandeln.
Quelle: Polizeipresse-Bremen